Von  Tanja Schreiner

 

 

Insbesondere Regisseurinnen haben laut Mariette Rissenbeek, Geschäftsführerin von German Films, dieses Jahr mit bemerkenswerten Filmen über starke Frauen auf sich aufmerksam gemacht. Dies spiegelt sich auch in der Filmauswahl des 21. Filmfestivals, das German Films in Kooperation mit dem Goethe-Institut Paris organisiert, wider. Mehr als 30 Filme stehen dieses Jahr auf dem Programm, mehrere darunter stammen oder handeln von herausragenden Frauen.
So wird das Festival am 5. Oktober im Cinéma l’Arlequin mit dem Film Paula, einem Porträt über die deutsche Malerin Paula Modersohn-Becker, eröffnet. Regisseurin Cordula Kablitz-Post erzählt in Lou Andreas-Salomé die Geschichte der gleichnamigen russisch-deutschen Philosophin. Und auch die mehrfach ausgezeichneten 24 Wochen, Grüße aus Fukushima und Wild sind alle drei von Regisseurinnen erzählt.

 

Im Gespräch mit den Regisseuren

 

Zwei thematische Ausnahmen sind aber auch dabei: der Teeniefilm Tschick, eine Verfilmung nach dem gleichnamigen Buch von Wolfgang Herrndor, sowie das Drama Die Geschwister von Jan Krüger. An einigen Tagen bietet das Festival zudem die Möglichkeit, sich persönlich mit den Regisseuren auszutauschen. So wird beispielsweise am 10. und 11. Oktober Regisseur David Bernet bei der Ausstrahlung seines Films Democracy, im Rausch der Daten anwesend sein.
Veranstaltungsort des Festivals ist wie jedes Jahr das Cinéma l’Arlequin. Das kleine, um 1930 eröffnete Kino im 6. Arrondissement gehörte in den 60er Jahren Jacques Tati und strahlte in den 80er Jahren hauptsächlich sowjetische Filme aus. Seit mehreren Jahren findet hier nicht nur das deutsche, sondern auch das russische Filmfestival statt.

 

24 Wochen, von Anne Zohra Berrached © DR

 

Kurzfilme, Dokumentarfilme, Stummfilme

 

Als Kooperationspartner organisiert zudem das Goethe-Institut Paris wieder eine thematische Reihe aus vier Filmen. Alle stammen aus der Maschinerie der Produktionsfirma Komplizenfilm, die unter anderem den aktuellen Kinoerfolg Toni Erdmann produziert hat. Zur Diskussion mit dem Publikum werden Janine Jackowski, eine der Gründerinnen, sowie Komplizenfilm-Geschäftsführer Jonas Dornbach anwesend sein.

 

Abgerundet wird das Programm mit Kurz- und Dokumentarfilmen sowie dem Filmprogramm für Schulen. Hier wird unter anderem die Literaturverfilmung Das Tagebuch der Anne Frank angeboten. Als besonderes Highlight sieht Mariette Rissenbeek den Stummfilm Der müde Tod von Fritz Lang. Dieser wird als Abschluss des Festivals am 11. Oktober in neuer Fassung mit Musik des in Hamburg lebenden französischen DJs Raphaël Marionneau präsentiert.

Mehr Informationen über das Festival du Cinéma Allemand finden Sie hier: http://www.festivalcineallemand.com/
Zum Cinéma l’Arlequin geht es hier: http://arlequin.cine.allocine.fr/

Par Redaktion ParisBerlin le 22 septembre 2016