Von Cora Werwitzke

 

Weit mehr als 100 Aktionen, Veranstaltungen und Treffen werden in der Gegend um Toulouse, Montpellier und Perpignan vom 14. September bis 3. Oktober 2018 steigen – subsummiert unter dem für die Festwochen gewählten Namen „Quinzaine Franco-Allemande en Occitanie“. Neben deutsch-französischen Institutionen wie den Goethe-Instituten und dem Deutsch-französischen Jugendwerk tragen auch viele lokale Initiatoren mit ihren Veranstaltungen zur Vielfalt der Aktion bei. Im Mittelpunkt steht der Austausch mit den Themenschwerpunkten Jugend, Wissenschaft, Kultur, Sport und Wirtschaft.

 

Nun ist die 2014 in dieser Form entstandene Region im Südwesten Frankreichs geografisch Spanien eigentlich viel näher als Deutschland. Wie kommt es also zu solch einer Initiative? Marie-France Marchand-Baylet, Präsidentin der Stiftung der Mediengruppe Dépêche du Midi, äußert, dass der bei der jüngsten Präsidentschaftswahl drohende Rechtsruck der ausschlaggebende Faktor war. „Diese Entwicklung bereitete mir Sorgen – besonders mit Blick auf die junge Generation. Es war an der Zeit, daran zu erinnern, dass Deutschland und Frankreich das schlagende Herz Europas sind.“

 

Marie-France Marchand-Baylet suchte sich also Gleichgesinnte und fand unter anderem im Deutschen Botschafter Nikolaus Meyer-Landrut sowie in Richard Jarry, Präsident der in diesem Jahr gegründeten Association Allemagne Occitanie L’Europe au Coeur, Unterstützer für die Idee eines groß angelegten Veranstaltungsreigens abseits der Hauptstadt. Die Quinzaine steht nicht zuletzt dafür, dass es darauf ankommt, Europa dezentral zu feiern und die Zukunft dieses Kontinents an der Basis zu gestalten. Die Eröffnung findet am 14. September in Toulouse statt, den Schlusspunkt setzen die Initiatoren am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, in Montpellier. Kommendes Jahr soll ein ähnliches Großereignis dann in Deutschland steigen.

 

Eine Übersicht aller Programmpunkte findet sich auf folgender, der Quinzaine gewidmeten Webseite:  http://www.15francoallemandeoccitanie.fr/

 

 

 

Par Redaktion ParisBerlin le 16 août 2018