Von Nina Kugler

Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den Élysée-Vertrag. Seither feiern die beiden Länder dieses Datum als den Tag der deutsch-französischen Freundschaft. In vielen deutschen und französischen Kulturinstitutionen werden spezielle Veranstaltungen rund um die deutsch-französischen Beziehungen angeboten.
So auch in Paris, wo zwei ehernamtliche Juniorbotschafterinnen des DFJW eine besondere Begegnung ausrichteten: Julia Bräuer und Carmen Gerstenmeyer, selbst noch Studentinnen des deutsch-französischen Doppelstudiengangs « Affaires Européennes » der Sciences Po Paris und der FU Berlin, organisierten gemeinsam einen Tag für junge Studierende aus Deutschland und Frankreich, um ihnen interessante Berufe im Bereich der deutsch-französischen Kooperation vorzustellen. So konnten die Teilnehmer mit Vertretern der deutsch-französischen Beziehungen über die aktuelle Lage der beiden Länder diskutieren.

In den Räumlichkeiten des CIDAL, dem Informationszentrum den Deutschen Botschaft, standen Max Maldacker,  Pressechef der deutschen Botschaft Paris, und Sven Röser, stellvertretender Geschäftsführer des Deutsch-französischen Büros für erneuerbare Energien, den Studierenden Rede und Antwort. In einstündigen Sitzungen gaben diese bereitwillig Auskunft über ihre jeweiligen Berufe und erzählten aus ihrem Arbeitsalltag.

Im Anschluss lud das französische Außenministerium am Quai d’Orsay zu einer Diskussionsrunde. Nach einer Führung durch das architektonisch beeindruckende Gebäude nahm Sven Mosser, stellvertretender Beauftrage für die deutsch-französische Zusammenarbeit, die Gruppe in Empfang. Gemeinsam mit zwei deutschen und zwei französischen Diplomatinnen wurde die Arbeit im diplomatischen Dienst bis ins Detail erklärt. Die Vor- und Nachteile, die ein regelmäßiger Wechsel des Einsatzortes alle drei Jahre mit sich bringt, interessierten die Studierenden dabei am meisten.

Am späten Nachmittag ging es dann in die Maison Heinrich Heine in der Cité universitaire de Paris. Diese sei nicht nur Studentenwohnheim, sondern auch eine interkulturelle Begegnungsstätte, erklärte Christiane Deussen, die Direktorin der Maison Heinrich Heine.

Zum Abschluss des Deutsch-Französischen Tages kehrte die Gruppe am Abend ins CIDAL zurück, wo Susanne Wasum-Rainer, die deutsche Botschafterin in Paris, die Karikatur-Ausstellung « Le Geste de Verdun » eröffnete. Beeindruckt von der großen Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten im deutsch-französischen Bereich waren sich am Ende des Tages alle Teilnehmer einig, ihre berufliche Zukunft im Bereich der deutsch-französischen Beziehungen zu suchen.

Par Redaktion ParisBerlin le 11 janvier 2015