Von Hannah Volland

 

 

« Ich wusste gar nicht, dass Omas schwanger werden dürfen », denkt sich in der Familie Payan nicht nur Zoé, das Küken der Familie. Nicole (Karin Viard), Familienoberhaupt des Hauses Payan, hatte die Anzeichen der bereits fortgeschrittenen Schwangerschaft anfangs als Symptome der Wechseljahre interpretiert. Doch der Gynäkologe bestätigt, was der Schwangerschaftstest schon längst angekündigt hatte: Die fast Fünfzigjährige ist tatsächlich zum dritten Mal schwanger. Diese Nachricht bringt den Alltag der fünfköpfigen Familie komplett durcheinander. Denn ohne Nicole läuft hier gar nichts. Der Ehemann (Philippe Rebbot) ist schon lange arbeitslos und hängt alten Träumen von einer Karriere als Turntrainer hinterher, die Mutter (Hélène Vincent), von allen liebevoll « Mamilette » genannt, ist pflegebedürftig und verfällt immer häufiger in Momente der Abwesenheit. Und schließlich ist da noch Tochter Arielle (Manon Kneusé), die zwar schon selbst Mutter ist, jedoch noch immer im Hochbett ihres alten Kinderzimmers schläft. All dies muss sich nun ändern.

 

Mit viel Witz und Humor stellt Nadège Loiseau in ihrem ersten Film die Freuden und Leiden des Familienalltags dar und zeigt, wie sich eine unerwartete Nachricht manchmal zum großen Glücksfall wenden kann. Die französische Regisseurin hatte zuvor vor allem mit Kurzfilmen auf sich aufmerksam gemacht, darunter Le locatairevon 2012, der die Vorlage für ihren ersten Langspielfilm Das unerwartete Glück der Familie Payan bot. Für den Film konnte Loiseau die Schauspielerin Karin Viard gewinnen, die 2015 für ihre Rolle in Verstehen Sie die Béliers? für den César nominiert war. Viard spielt eine hinreißende Nicole, die trotz mädchenhaft wirkender Fantasien mit dem Arzt und eher albernen Szenen mit Kissen vor dem Bauch vor dem Spiegel, ein sehr authentisches Portrait der warmherzigen Familienmutter liefert.

 


GEWINNSPIEL

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Par Redaktion ParisBerlin le 21 juillet 2017